Me WE

Mittwoch, Februar 16, 2005

Addition und Subtraktion

Wie ja schon von meinem Mitsamuianer Patrick angedeutet bin ich nun ein echter Demi Siècle, und da bleiben bestimmte Erkenntnisse leider nicht aus. Heute früh ist mir folgendes aufgefallen: Wir lernen früh, daß addieren gut und subtrahieren schlecht ist, weil das Erstere ja eine Zunahme bedeutet, Bonbons, Spielsachen, Comicheftchen (lustiges Wort, so geschrieben), Burger und Pommes und und und. Mußten wir was abgeben, och nöö, das fanden wir garnicht gut. Je älter wir werden desto intensiver addieren wir: Auto(s),+Haus+Frau+Kinder etc. ist ja noch ganz nett, aber wir addieren auch mit negativen Summanden, viel zuviel Essen, zuviele Laster aller Art (mal selber in den Verhaltensspiegel gucken), zuviel Streß, zuviel Sorgen um Geld und Habe, zuviel Glotze zuviel Rumhängen.
Jetzt kommts: Je älter man auf diese Art wird, desto klüger reagiert unser Körper darauf, nicht unser Verstand. Wir kriegen nämlich Zipperleins, mehr oder wenig heftig. Und diese Zipperleins bringen uns eine ganz neue Sicht der Grundrechenarten bei: Subtraktion ist garnicht schlecht, im Gegenteil ist richtig gut für uns. Weniger Pfunde, super; weniger saufen, jippiii ich kann wieder besser denken; weniger Streß, das Leben kann ja richtig schön sein. So einfach und klar positiv, hab ich den Verlust von Negativem bisher nicht gesehen. Verlust von Anhaftung nennen das die Buddhisten, schlaue Sache das :-)

Montag, Februar 14, 2005

Vervorsatzung!

Ich gebe hiermit öffentlich bekannt, daß ich nicht mehr gewillt bin, die Schönheit der Insel durch monomanes Computerzyklopanstieren über 8 Stunden auszublenden, und immer erst beim sonntäglichen Schwimmvergnügen mich daran zu erinnern: Hier ist es schön, es tut mir gut hier zu sein.
Meine neuen Arbeitszeiten sind deshalb: von 9:00 bis 12:00 und von 15:00 bis 20:00 Uhr.
Siesta wird mit Essen, Schwimmen, Einkaufen und Mittagsschlaf gepflegt. Ob ich es schaffe morgens vor der Arbeit noch ins Salzwasser zu kommen, lasse ich jetzt mal offen.

Officecleaningwonne

Es ist passiert, ja ich habs getan. Nicht was ihr denkt, nein ich hab die Putzfrauen versetzt. Die waren um 7:55 im ITC und ich nicht. Ich bin dann, ganz "Thaistyle" um 8:20 Uhr locker vorgemopedet. Und jetzt 9:42 glänzt der große Büroraum, es ist eine wahre Wonne.
Das Leben ist schön.

Ohrenqual-oder die erste Thailernlektion.

Altersschwäche in den grauen Zellen, Kulturschock durch repetierendes Nachformen von Lauten, die außerhalb meines Sprachfrequenzspektrum liegen.
Was soll ich sagen, der Kerl hat eine Stimmlage die Kastraten ins Zweifeln bringen könnte (war die Operation wirklich notwendig?).
Für meine musikalischen Ohren, oh ich habe ein wirklich gutes Gehör, sind die Sprachsamples unseres verehrten Thailehrer ein Graus. So wie das bei ihm klingt, bringen das nur noch Ladyboys kurz vorm Orgasmus, denke ich mal, weil war ja noch nie dabei;-) hihi.
Fazit, ich habe am Wochenende geübt, maii (may) vor einem Wort verneint, nach einem Wort ist ein Fragepartikel (wie im Engl. "isntit"), und hab immer schön naa (mid) naa (rising) naa (falling) gemacht. Ich schaue, besser höre mir das 10 Stunden an, dann entscheide ich, ob ich weitermache mit unserem lustigen Khun Neung, oder Einzelunterricht bei Markus nehme. (Meine Mitsamuianer soll das aber nicht hindern weiter ihre Stimmlagen zu trainieren;-)Markus meinte nur, mit dem Verfahren nähern wir uns in 5 Jahren unserm Ziel: Thaisprechen. (Kann ja sein, daß er parteiisch ist)

Freitag, Februar 11, 2005

Glanz in meiner Hütte

Oh liebe anonyme Leser, wie glänzt mein trautes Heim. Alles ist gewienert (wo kommt denn dieser Ausdruck her?) Also da sollten wir doch noch über ein ethymologisches Wörterbuch nachdenken, gelle Dietrich!
Alles wurde ja vorher auseinandergenommen, und dann wieder neu zusammengesetzt. Mein Stuhl als Couchtischersatz ist jetzt wieder dort wo er hingehört: auf der Terrasse, bei den anderen Stühlen. Das kommt daher das auch thailändische Stühle nicht gerne allein sind. (Siehe)
Die Küchengeräte sind jetzt endlich richtig verkabelt. Die Steckdosenleiste ist für meinen Wasserkocher jetzt unerreichbar geworden, was ja auch richtig ist, weil die Stromgeister so gefährlich sind. Mein Besteckkasten ist völlig neu bestückt in der richtigen Thaireihenfolge. Ich werde das beim nächsten mal genau analysieren, weil daraus lassen sich noch ganz dolle Schlüsse über dieses fremde Land ziehen.
Schrubber, Liege, Bücher usw., alles steht jetzt richtig da, nur ich steh noch blöd davor.

Es regnet!

So damit das Naselangmachen, wegen tropischen Temperaturen, Sonnenschein
und easy living ein Ende hat:
Es regnet seit 5 Minuten in Strömen. Leider schon nicht mehr aktuell:
Siehe
aber noch besser unser "Rasender Fotoreporter Patrick", wie immer akkurat (wiederaufladbarer gutgemeinter Hinweis) und
direkt am Zentrum des Geschehens.
Siehe

Donnerstag, Februar 10, 2005

Morgenwunder

Wundermorgen
Gestern abend habe ich LEK, so der von mir verstandene Name der Putzfrau, doch nochmal angerufen, um den dritten Versuch zu starten. Wir haben uns auf 9:00 Uhr geeinigt.
Ihr kennt mich ja inzwischen etwas besser; ich bin also um 8:00 Uhr aufgestanden, hab geduscht und gerade noch das Geschäft geschafft, daß das verbreitetste der Welt ist. Punkt 8:20 steht LEK vor der Tür.
Meine Putzfrau hat all Ihre Verspätungen damit wieder gutgemacht, das Karma ist wieder in Ordnung und ich hing, wie der Kojote bei Roadrunner, in der Aufstehluft.
Egal, meine Putzfrau ist Putzunternehmerin. Sie putzt garnicht selber, sondern hat mir gleich drei Putzfrauen geschickt. In Sekunden wurde meine Hütte auf den Kopf gestellt, es wurde gewedelt, Moskitogitter abgebaut, mein Bücherregal geleert, unterm, hinterm, neben dem Bett
gestaubwedelt, das Bad unter Wasser gesetzt, und LEK meinte ich könne ja noch in Ruhe frühstücken. Klar kein Problem.
Das wird dann die erstmalige Grundreinigung und heißt bei ihr supercleaning hihihihi.
Ich war so glücklich über soviel Aktivität am Morgen, daß ich erst mal das Weite gesucht habe.
Am Montag wird dann um 8:00 Uhr das Büro geputzt. Ich wage garnicht daran zu denken.

Mittwoch, Februar 09, 2005

ICH DEPP ICH DU BRÜCKE

Gestern hatte mich die potentielle Putzfrau versetzt. War kein Problem, ich war ausgeschlafen.
Heute waren wir um 8:00 Uhr verabredet. Bin völlig verpennt und mit viel zu wenig Schlaf natürlich rechtzeitig aufgestanden. Ich war mental und physisch um 8 halbwegs da, nur die Putzfrau nicht.
Ich Superdepp falle aber auch immer wieder auf meine deutschen Tugenden rein.
Bin halt kein ausgeschlafener Typ.

Montag, Februar 07, 2005

Aktiva und Passiva

Oh, meine unit202isierten Mitsamuianer zeigen heute dermaßen viel
Aktivität in Ihren Blogs, daß ich vor Neid mich nur mit meiner Montagsmüdigkeit rausreden kann.
Erst hebt man den Kopf so ganz leicht, und zack fällt er nach hinten. Einfach schlapp, viel zu schlapp zum fummeln, viel zu schlapp irgendwas zu tun. Ok ein erneuter Versuch den Kopf zu heben, aber vergebens, er fällt nach hinten, zack. Keine Chance; aber wenigstens ein völlig schlapp angelehntes Zitat aus: "Zur Sache Schätzchen". Ihr Jungmenschen und ExOstler dürft jetzt googeln und Euch wundern.
So ich verlinke mich mal aus dem Blog.
http://die.schreibbloga.de/
http://fabio.bacigalupo.net/
viel Spaß, es lohnt sich.

Dienstag, Februar 01, 2005

Banken, Buddhismus, Business!

Ruhig bleiben, om ah hum, einatmen ausatmen. Alles nur in Deinem Kopf. Du bist was du denkst.
Ja was denkst Du denn, wenn Du glaubst, Du könntest bei einer Thaibank einen Dauerauftrag für die Gehaltsüberweisungen Deiner Mitarbeiter einrichten? Ach so, die regelmäßigen Büromietzahlungen wären ja auch noch da, und ganz zu schweigen von den Lohnsteuerabgaben und Sozialversicherungsbeiträgen. No,no, sorry no hepp. Is doch hepp, sorry hipp, Barscheck ausstellen, Firmenstempel nicht vergessen, Pay in Slip (ich assoziiere da eigentümlichste Arbeitskleidungen) ausfüllen, Barscheck auf Mitarbeiterkonto transferieren, fertig.
Eins zwei drei, alles nochmal für den oben erwähnten regelmäßigen Rest, und der Managing Director hat wieder eins, zwei, drei, vier, neue Daseinsberechtigungen. Die vierte meint, sich bloß nicht ärgern und ganz ruhig bleiben. Überhaupt finde ich, ist die westliche Wirtschaftswelt viel zu sehr von Hektik und Eile getrieben. Das sind doch fast schon manische Manager, die es immer eilig haben, und denen es nie schnell genug gehen kann.
Zwei-drei Wochen Thailand wirken da Wunder. Es geht doch, und Schecks ausstellen hat doch auch was. Ich werde an die regelmäßigen Ausgaben erinnert, habe persönlichen Kontakt zu wirklich fast schon netten Bankbürokraten, die es lustig finden daß ich diesen Überweisungsschwachsinn von mir gebe. Ich tue also wirklich Gutes für andere und mich.
Womit wir beim Buddhismus sind.
Und jetzt fehlt nur noch Business. Darüber schreib ich hier nix, weil das wär ja wieder typisch deutscher Vollständigkeitsdrang. Nö, das regele ich thailändisch: Wer A sagt, muß auch B sagen, von C war nie die Rede!
(Die nette Dame von der Bank hatte uns versichert, das Überweisungen kein Problem sind, wer hat denn Probleme mit Überweisungen, ich doch nicht......)