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Mittwoch, Dezember 29, 2004

Am Anfang war der Hund. Teil vier

Leider ist mir inzwischen der lustige Anteil an der
kleinen Geschichte, über einen der auszog um in die
Welt zu gehen, vergangen.Koh Samui ist von der Flutkatastrophe
nicht betroffen. Aber ich bin traurig und das Schicksal so vieler
Menschen die gestorben oder verletzt sind, macht mich schwermütig.
Ich werde versuchen mit meinen bescheidenen Mitteln zu helfen, wo
ich kann.Ich habe deshalb derzeit auch keine Lust über meine Ideen und Ziele
für Samui nachzudenken, oder sie gar hier aufzuschreiben.
Es ist so ungerecht, daß gerade den Armen dieser Welt so übel mitgespielt
wird.

Mittwoch, Dezember 22, 2004

Am Anfang war der Hund. Teil drei

Von Mai bis Oktober liefen die ganzen Vorbereitungen für die Gründung. Wir stellten auf verschiedenen Jobbörsen unsere Stellenangebote ins Netz, und waren verblüfft über den regen Zuspruch gerade auch von deutschen Informatikern, Entwicklern und Programmierern.
Denn ein Hauptgrund für die Gründung der Thaifirma sind ja die Kostenvorteile die durch die geringeren Lebenshaltungskosten, und dadurch auch niedrigeren Lohnkosten entstehen.
Freunde von mir meinten, daß sich niemals deutsche Entwickler zu diesen Löhnen finden würden. Aber das Gegenteil trat ein. Es gibt genug junge Spezialisten, die in Thailand leben und arbeiten wollen.
Im Oktober hatten wir nach langem hin und her mit den thailändischen Behörden den Namen der Firma für die LTD Gründung gefunden: UNIT202 CO., LTD. Die Website dazu kann man sich ja auch mal zu Gemüte führen, um einen Eindruck zu bekommen.
Inzwischen hatten wir unter vielen Bewerbern zwei hervorragende Entwickler gefunden.
Ich gebe zu, daß ich lange im Zweifel war, ob ich denn Schritt wage, und aus Berlin in ein völlig anderes Land, mit anderer Kultur und für mich anfänglicher Sprachlosigkeit, ziehen könnte.
Ich kann.
Der Wannenotter hatte mir schon vor 12 Jahren erzählt, daß er am liebsten im Ausland leben würde. Es war also mehr sein Wunsch als meiner auszuwandern. Jetzt tue ich es, aber ich denke ich bin mehr eine Vorhut.
Im Teil 4 der kleinen Geschichte wird es um meine Pläne für Samui gehen, und wie wir auch die letzten Behördenhürden genommen haben.

Am Anfang war der Hund. Teil zwei

Wohlgemerkt es war der erste Spaziergang mit Tommy im Grunewald, nachdem ich das "Silberpaar" am Flughafen Tegel abgesetzt hatte.
Ein großer Hund mit nett aussehender weiblicher Begleitung kam unangeleint auf uns, auch unangeleint, zu. In Sekunden war alles vorbei: meine Illusion mit Tommy sorgenfrei eine schöne Zeit zu erleben, nette Bekanntschaften per Hund zu machen, und das mit gr0ßen Hunden nix passiert. Die Tierarztrechnung war kein Problem, die junge Dame hab ich nur noch aus der Ferne gesehen, weil ich mich immer sofort mit Tommy in die Büsche geschlagen habe, und zwischen großen und kleinen Hunden konnte ich nicht mehr unterscheiden: Tommy hatte sie alle zum fressen gern.
So verging der Urlaub und zurück kamen zwei erholte Menschen, mit denen ich schon seit 20 bezw. 12 Jahren zu tun habe, die meine engsten und liebsten Freunde sind, mit einer Idee, die uns letztlich trennen wird.
Wir gründen eine Firma in Thailand, und der "Wannenotter" ist wirklich Spezialist für Förderprojekte, hatte ausfindig gemacht, daß wir vom Thailändischen Bord of Investment (BOI) für eine IT Firma mit entsprechendem Projekt, jede Menge Fördermittel bekommen können. Im April 2004 war ich dann auch in Koh Samui, wo wir einen idealen Standort für die Firma gefunden hatten, und wir entwickelten Ideen rund um das Projekt. Knowledge Transfer Asien-Europa, Extreme Programming Strukturen für die Kommunikation zwischen Berlin und Samui, Dokumentationen in Englisch unserer bisherigen Projekte mußten erstellt werden, und wir brauchten ja noch Mitarbeiter für die neue Firma. Um den BOI Antrag kümmerte sich heldenhaft der "Wannenotter" und ich hab mich um die Projektmanagementstrukturen gekümmert. Noch war alles nur Idee, und wie daraus was reales wurde, wird im dritten Teil beschrieben.

Dienstag, Dezember 21, 2004

Am Anfang war der Hund. Teil eins

Wie kommen drei Leute dazu, eine Firma in Thailand zu gründen?
Oder profane Umstände führen manchmal zu profunden Veränderungen:

Alles fing damit an, daß ich nicht mehr mit ansehen konnte,
wie Zweidrittel der "Drei von der Zankstelle", wegen Urlaubsmangel, so langsam aber sicher
hohl drehten. Über all die Jahre war der Hund Tommy ein geliebter Hindernishund:
Tommy-1
Wir können nicht in Urlaub, wer versorgt Tommy!
Im Juli 2003 sagte ich: ICH. Ich kümmere mich um den Hund.
Urlaub war plötzlich möglich und das Wohin schnell geklärt: Auf nach Thailand
und den dort lebenden Mitarbeiter unserer Berliner Hauptfirma, seiner
mehrfach ausgesprochenen Einladung folgend, besuchen.
Ich lernte im August die Tücken der Hundehaltung besser kennen. Der weit voraus eilende
Blick der Hundeführer, jetzt verstand ich ihn. Denn Tommy mochte kleine Hunde (Taschenratten) zum Fressen gern. Deren Besitzer mochten deshalb Tommy nicht, und ich mochte sie alle nicht. Aber mal davon abgesehen war Tommy ein echter Kumpel und hat mich immer wieder wirklich zum Lachen gebracht, was damals kaum einem anderen Lebewesen gelang. Also Taschenratte 200 Meter nordnordost voraus, Leckerli in der Hand
Tommy rufen, andogen, Leine stramm, der andere kann kommen. Gebell, Gezerre, Guten Tag, das wars. Bei großen Hunden gibt es kein Problem hieß die Anweisung, und ich als Anfänger folgte der Devise.
Wie es weitergeht? Mehr dazu in Teil zwei :-)

Montag, Dezember 20, 2004

Ganz nett aber wozu gut?

Also der Patrick meint ich hätte keinen
Blog. Hab ich wohl, nur hab ich nicht soviel
mitzuteilen und das Rum Po Saunen
kommt mir komisch und obszön vor.

Ich kenne nicht soviele Blogs, und wenn
ich welche anschaue, dann erinnert mich
das an zensierte Tagebucheintragungen
weil meist das nicht drinsteht, was wirklich
für den Voyeur spannend wäre.

Also schreib ich selten mal was rein
und das so ganz für mich allein.