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Mittwoch, Februar 16, 2005

Addition und Subtraktion

Wie ja schon von meinem Mitsamuianer Patrick angedeutet bin ich nun ein echter Demi Siècle, und da bleiben bestimmte Erkenntnisse leider nicht aus. Heute früh ist mir folgendes aufgefallen: Wir lernen früh, daß addieren gut und subtrahieren schlecht ist, weil das Erstere ja eine Zunahme bedeutet, Bonbons, Spielsachen, Comicheftchen (lustiges Wort, so geschrieben), Burger und Pommes und und und. Mußten wir was abgeben, och nöö, das fanden wir garnicht gut. Je älter wir werden desto intensiver addieren wir: Auto(s),+Haus+Frau+Kinder etc. ist ja noch ganz nett, aber wir addieren auch mit negativen Summanden, viel zuviel Essen, zuviele Laster aller Art (mal selber in den Verhaltensspiegel gucken), zuviel Streß, zuviel Sorgen um Geld und Habe, zuviel Glotze zuviel Rumhängen.
Jetzt kommts: Je älter man auf diese Art wird, desto klüger reagiert unser Körper darauf, nicht unser Verstand. Wir kriegen nämlich Zipperleins, mehr oder wenig heftig. Und diese Zipperleins bringen uns eine ganz neue Sicht der Grundrechenarten bei: Subtraktion ist garnicht schlecht, im Gegenteil ist richtig gut für uns. Weniger Pfunde, super; weniger saufen, jippiii ich kann wieder besser denken; weniger Streß, das Leben kann ja richtig schön sein. So einfach und klar positiv, hab ich den Verlust von Negativem bisher nicht gesehen. Verlust von Anhaftung nennen das die Buddhisten, schlaue Sache das :-)