Me WE

Montag, Januar 17, 2005

Die zweite Woche in Samui.

So, wenn man mit bestimmten Zeitmaßen sein Leben einteilen möchte, dann bieten sich
ja Tage, Wochen etc. an. Hier also mal was mit Wochenbezug:
Nach einer Woche schlafe ich längst normal (was das auch immer ist). Ich habe immer noch keine einschlägige Bar besucht, weil ich viel zu romantisch bin, und auch noch Beatlessongs gehört habe. Ich war im Meer und das hat mich nicht an sich rangelassen. Nach zwei Durchgängen war ich fix und alle; ich habe heute noch Muskelkater, weil: die Brandung ist im Januar extrem, so 2-3 Meterwellen, und in kurzen Intervallen angerollt, verschlägt einem das schon mal die Beine, und Salzwasser war noch nie mein Lieblingsgetränk.
Ich habe immer noch vor täglich schwimmen zu gehen (vor der Arbeit), obwohl alle expats nur gelacht haben, die waren teilweise schon ein Jahr nicht mehr schwimmen. Ich suche noch eine geeignete Nahstelle zum Haus, wo ich rumpaddeln kann. Am Freitag war meine Gastgeberrolle für Fabio und Patrick abgelaufen, so hatte ich zum ersten Mal die Gelegenheit ungestört Kontakt zu den Hausgeistern aufzunehmen. Wir mögen uns, und anders als in Berlin sind es nur nette, freundliche Geister die mich gerne nach Hause kommen lassen ( Danke an Patrick, der mir geholfen hat, nachhausekommen in die neue Rechtschreibform zu bringen) Kommas interessieren mich immer noch nicht, ich finde Kommas weder sexy noch sonstwas.
Also hab ich erst mal alles eingeräumt was in mein Arbeits-Spielzimmer gehört; ja ich will dort spielen: Gitarre, Gitarre und nochmals Gitarre. Ich verliebe mich gerade wieder ins Üben, es macht großen Spaß und ich habe sogar Disziplin dabei, und lerne Sitereading. (Mein Gott bin ich da noch schlecht, aber ich hab die Ruhe es zu lernen.) Überhaupt hab ich einen Supertipp für alle, die angeblich zu wenig Zeit für etwas haben, und einen Fernseher betreiben: ABSCHAFFEN, es wirkt Wunder. Ich habe leider noch keinen geeigneten HIFI Amp ( für alle Fachleute, ich mach die Gitarrensounds mit Amp-Modeling.) gefunden, damit ich richtig laut rocken kann, denn merke: ich hab keinen Mieter über oder unter mir, nur nebenan im Haus hängen zwei Ficktouristen rum. Ficktouristen sind grauhaarige Schlabbersäcke, die altersgeil von kleinen Thaifrauen ausgenommen werden. Übrigens hab ich nix gegen diese Typen, aber ich war noch nie bei einer Prostituierten und hab bei Sex gegen Bezahlung ein komisches Gefühl. (Ich bin ausgetretener Kathole). Sollte ich die Erfahrung machen, daß ich ein Vorurteil gehabt habe, werde ich es Euch wissen lassen.
Zurück zum unwichtigen Wesentlichen: Musik. Mein Haus ist der richtige Ort für Musik und mich. Das Wohnzimmer hat die richtige Akkustik für Akkustikgitarre und ich kann rumdaddeln ohne zu stören.
Alles weitere ist schnell aufgezählt: Ich geh abends öfter mal zu Bernd und Koko, ich langweile mich nicht wenn ich nix besonderes tue, ich fahr leidenschaftlich gerne Moped; gestern hab ich dabei den iPod mitgehabt und hab Rockmusik (Steve Vai) gehört, das ist kaum zu toppen, wenn bei bestimmten Songs die Welt drumrum stimmig wird. Ich werde meinen Anzug nach Hause bringen, ich brauche noch viel DIESUNDDAS fürs Haus, und eigentlich gehts mir richtig gut.
Ich werde jetzt keinen Schluß bauen, sondern diesen Eintrag ganz abrupt bee.....