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Mittwoch, Dezember 22, 2004

Am Anfang war der Hund. Teil zwei

Wohlgemerkt es war der erste Spaziergang mit Tommy im Grunewald, nachdem ich das "Silberpaar" am Flughafen Tegel abgesetzt hatte.
Ein großer Hund mit nett aussehender weiblicher Begleitung kam unangeleint auf uns, auch unangeleint, zu. In Sekunden war alles vorbei: meine Illusion mit Tommy sorgenfrei eine schöne Zeit zu erleben, nette Bekanntschaften per Hund zu machen, und das mit gr0ßen Hunden nix passiert. Die Tierarztrechnung war kein Problem, die junge Dame hab ich nur noch aus der Ferne gesehen, weil ich mich immer sofort mit Tommy in die Büsche geschlagen habe, und zwischen großen und kleinen Hunden konnte ich nicht mehr unterscheiden: Tommy hatte sie alle zum fressen gern.
So verging der Urlaub und zurück kamen zwei erholte Menschen, mit denen ich schon seit 20 bezw. 12 Jahren zu tun habe, die meine engsten und liebsten Freunde sind, mit einer Idee, die uns letztlich trennen wird.
Wir gründen eine Firma in Thailand, und der "Wannenotter" ist wirklich Spezialist für Förderprojekte, hatte ausfindig gemacht, daß wir vom Thailändischen Bord of Investment (BOI) für eine IT Firma mit entsprechendem Projekt, jede Menge Fördermittel bekommen können. Im April 2004 war ich dann auch in Koh Samui, wo wir einen idealen Standort für die Firma gefunden hatten, und wir entwickelten Ideen rund um das Projekt. Knowledge Transfer Asien-Europa, Extreme Programming Strukturen für die Kommunikation zwischen Berlin und Samui, Dokumentationen in Englisch unserer bisherigen Projekte mußten erstellt werden, und wir brauchten ja noch Mitarbeiter für die neue Firma. Um den BOI Antrag kümmerte sich heldenhaft der "Wannenotter" und ich hab mich um die Projektmanagementstrukturen gekümmert. Noch war alles nur Idee, und wie daraus was reales wurde, wird im dritten Teil beschrieben.